Samstag, 25. Mai 2013

Flachsrakete am Abend No. 237


+++CL-FINALE+++


Alles gesagt, verglichen, kommentiert, gegenüber gestellt und thematisiert!

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+++BURSCHENTAG, oder Fackelzug in die Vergangenheit+++




Sie marschieren mit Fackeln durch Eisenach, singen alle drei Strophen des Deutschlandliedes und behaupten, sie würden von den Medien diffamiert: Beim Burschentag pflegen die stramm rechten Akademiker der Deutschen Burschenschaft ihre archaischen Rituale.

Als auf der Wartburg Fanfaren ertönen und rund 200 Burschenschafter ihr Lied anstimmen, heben einige demonstrativ den rechten Arm, ihre Burschenkappen fest in den Fäusten. Die Geste erinnert an den verbotenen Hitlergruß. "Deshalb will ich hier nicht mehr mitmachen", sagt ein Verbandsbruder aus dem Westen Deutschlands, schüttelt den Kopf und wendet sich ab.

Stramm rechte Ideologen geben in der Deutsche Burschenschaft (DB) den Ton an, das ist das Fazit des Mannes, der seinen Namen nicht veröffentlicht sehen will. Er hofft, dass seine Burschenschaft den Dachverband bald verlässt - so wie es viele liberalere Burschenschaften bereits getan haben. Weitere würden folgen, sagt er. "Es macht einfach keinen Sinn, mit denen zu reden." Er meint die rechten und völkischen Ideologen in der DB.
Walter Tributsch, Pressesprecher des Dachverbandes, hält an diesem Freitagnachmittag eine Rede auf der Wartburg und versucht, versöhnliche Töne anzustimmen: Zwar würde die DB in der Öffentlichkeit diffamiert - er meint wohl vor allem die Berichterstattung über rassistische Anträge und die rechtsextreme Ideologie, auch bei SPIEGEL ONLINE. Doch gebe es auch Gründe, so Tributsch, "dass wir uns an die eigene Nase fassen müssen". Dann aber schaltet er schnell um auf Attacke und ledert gegen die Euro-Rettung und die "heilige Kuh europäische Integration". Rassismusvorwürfe hatte er bereits zuvor zurückgewiesen.

Fackelzug und Deutschlandlied

Seit Donnerstag läuft diese Veranstaltung in Eisenach nun offiziell. Der Burschentag ist das alljährliche Treffen der DB und ihr wichtigstes Beschlussgremium. Die Burschenschafter pflegen hier ihre archaischen Traditionen in historischer Kulisse: Auf der Wartburg, wo gerade Tributsch spricht, versammelten sich im Jahr 1817 Studenten, um ihren politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Und nicht weit von hier, steht das Denkmal für die gefallenen Burschenschafter des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71.

Dort hinauf marschieren die Burschenschafter am Freitagabend, etwa 400 Korporierte stampfen schweigend mit Fackeln in den Händen zu dem etwa 30 Meter hohen Turm mit Blick auf die Wartburg, der sich düster über die Stadt erhebt.

Nicht alle in dem thüringischen Städtchen wollen diese alljährlichen Märsche der Burschenschafter hinnehmen. Das "Bündnis gegen den Burschentag in Eisenach" hat zu einer Gegendemonstration aufgerufen - und so versammeln sich am Abend etwa 250 meist junge Demonstranten und ziehen durch die engen Gassen Eisenachs, begleitet von einem Großaufgebot der Polizei. Die Demonstranten rufen: "Ihr habt den Krieg verloren!" Bürgermeisterin Katja Wolf (Linke) schließt sich dem Zug an. Sie hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sie das DB-Treffen möglichst schnell nicht mehr in Eisenach haben will. Allerdings ließen sich die Mietverträge mit der DB erst zum Jahr 2018 kündigen.

Abschottung von der Öffentlichkeit

Wolfs Stadt taucht in den vergangenen Jahren immer wieder in Zeitungen und Nachrichten auf, wenn über rechtsextreme und völkische Burschenschafter berichtet wird. Einen ersten großen Eklat gab es vor zwei Jahren, als beim damaligen Burschentag über rassistische Anträge diskutiert werden sollte: Die sogenannten "Ariernachweis"-Anträge wurden damals erst nach großem öffentlichen Druck zurückgezogen. Auslöser war der Streit darum, ob ein chinesischstämmiger Deutscher deutsch genug für die Deutsche Burschenschaft ist.

Jetzt, nach einem langen internen Machtkampf, den der stramm rechte Flügel für sich entschied, wiederholte sich das Schauspiel nahezu: Wieder sahen die Tagungsunterlagen rassistische Anträge vor, wieder kam es zum Aufschrei, wieder wurde zumindest der "Ariernachweis"-Antrag zurückgezogen. Es scheint zur Strategie der tonangebenden Funktionäre zu gehören, auf diese Weise zu provozieren und sich zugleich als Opfer einer "Medienhysterie" darzustellen. Den Begriff benutzen sie zumindest immer wieder gern.
Bis auf eine Pressekonferenz schotten sich die Bünde denn auch ab von der Öffentlichkeit. Schon in den Tagen vor den Aufmärschen durfte niemand bei ihren Verhandlungen und Aussprachen in der Werner-Aßmann-Halle dabei sein. Wer sich dem Eingang des blaugrauen Betonglotzes näherte, dem erklärten Ordner in Lederhosen, dass von dem Hausrecht Gebrauch gemacht werde, dass man "bis hier und nicht weiter" dürfe. Den Vorsitz in der DB hat im Moment die völkisch ausgerichtete Wiener Teutonia inne, so überrascht es kaum, dass die Wachleute mit breitem österreichischen Akzent sprechen.

Nach Einbruch der Dunkelheit, am späten Freitagabend, nehmen die Burschenschafter in der Umfriedung ihres Denkmals Aufstellung und intonieren das Deutschlandlied. Sie singen alle drei Strophen, wie jedes Jahr.

+++SCHATZSUCHE AM KATTEGAT, oder ein Dörfchen in Dänemark sucht das Bernsteinzimmer+++



In einem abgelegenen Dorf in Dänemark taucht ein 90-jähriger Deutscher auf. Als junger Soldat habe er dort geholfen, einen riesigen Nazi-Schatz zu vergraben. Manch einer vermutet dort jetzt sogar das legendäre Bernsteinzimmer – andere wollen die Geschichte lieber vergessen.

Hildo Rasmussen stapft in seinen Holzpantinen durchs Unterholz, zwei Rehe springen erschreckt davon. Dann steht der 71-Jährige auf einer Anhöhe am Rande von Asaa: „Genau hier war ein Maschinengewehr-Nest. Die Bäume gab es noch nicht – die Deutschen hatten freie Schussbahn bis zur Küste.“ Nach dem Krieg habe er als Sechsjähriger in den Schützengräben gespielt, habe Patronen und ein Bajonett gefunden. Bis heute stecken Eisenpfähle im Boden. „Sie dienten dazu, Stacheldraht aufzuspannen und das Gebiet abzusperren“, erzählt Rasmussen: „Wenn der Schatz irgendwo liegt, dann hier.“

„Die Deutschen suchen den Nazi-Schatz“

Asaa ist ein vergessener Flecken am nördlichen Rande Dänemarks. Die Jungen gehen zum Studieren und Arbeiten in die Städte. Die Alten trinken dünnen Kaffee in Katen, die sich vor dem wütenden Wind ducken. Die Landmaschinenfabrik hat schon lange dichtgemacht, die Textilfabrik sowieso, und gerade hat der 60-jährige Thorkild, der letzte von drei Dutzend selbständigen Fischern, seinen Kutter verkauft, weil sich in den Netzen kaum noch Plattfische und Dorsche fanden: Asaa ist ein Dorf ohne Zukunft.

Aber seit einer Woche keimen Hoffnung und Stolz. In seinem Haus einen Handgranatenwurf von dem einstigen MG-Nest entfernt, zeigt Gemeinderat Hildo Rasmussen lächelnd auf die Homepage der Stockholmer Zeitung „Expressen“: „Auch die Schweden berichten über uns!“ Als die landesweite dänische Zeitung „BT“ Wind davon bekommt, dass FOCUS vor Ort recherchiert, titelt sie: „Jetzt suchen auch die Deutschen den Nazi-Schatz.“ Und: „Das Goldfieber rast weiter.“

Edelmetalle? Gold? Das Bernsteinzimmer?

Schuld daran ist ein 90 Jahre alter Herr aus Wallerfangen im Saarland, der gerne Fliege und Kapitänsmütze trägt. „Politiken“, die wichtigste Zeitung in Kopenhagen, hat sein zerfurchtes Gesicht sogar auf der Titelseite gedruckt: Wilhelm Kraft sitzt in einem Holzhäuschen auf dem Campingplatz von Asaa, auf dem Tisch stehen welke Wiesenblumen und eine Tube Pferdesalbe. „Gegen die Gelenkschmerzen“, erklärt er in saarländischer Mundart. „Hüfte, Blase, Ohren, Augen – alles ist kaputt.“ Und trotzdem hat er die Strapaze einer langen Zugreise nach Norddänemark auf sich genommen: „Ich musste fünfmal umsteigen.“

Er fühle die lang versäumte Pflicht, die Dänen von dem ungeheuren Schatz zu unterrichten, den er als 21-Jähriger zu vergraben half: „In Asaa liegt das Bernsteinzimmer, Edelmetalle aus den Kirchen Russlands oder Gold der ermordeten Juden“, sagt er und sucht ein sieben Jahrzehnte altes Foto heraus. Es zeigt einen zarten Jungen mit welligem Haar, der „noch keine Erfahrung mit Frauen“ hatte: Wilhelm Kraft in Uniform.

Eine Geheimoperation und schwer bewachte Güterwaggons

Im Spätherbst 1944 seien er und vier Dutzend weitere deutsche Soldaten in der örtlichen Schule einquartiert gewesen. Jeden Tag seien sie zum Graben befehligt worden: „Mit Schaufeln, Spaten und Eimern gruben wir drei hintereinander liegende Gruben.“ Vier Meter breit, sechs Meter lang und vier Meter tief seien sie gewesen. „Alles war hoch geheim. Nicht einmal unser Oberleutnant wusste, wofür sie dienen sollten.“

Doch dann sah Wilhelm Kraft schwer bewachte Güterwaggons am örtlichen Bahnhof stehen. Die Tür eines Waggons war einen Spalt weit geöffnet. „Ich schlich hin und sah große Holzkisten“, erzählt er. „Aber als die Wachleute mich sahen, schoben sie die Tür sofort zu und sagten, ich möge verschwinden.“
weiter

Wilhelm Kraft glaubt, dass die Holzkisten in den Löchern vergraben wurden. Sicher kann er das nicht wissen, denn vor Abschluss der Grabarbeiten sei er aus Asaa abkommandiert worden. Aber allein aufgrund seiner voller Überzeugung vorgetragenen Theorie kam neben dem öffentlichen Rundfunk und privater Fernsehsender auch Sidsel Wåhlin zu Besuch, Archäologin im Museum der Region Vendsyssel.

Bilder der Luftwaffe von 1944 sollen helfen

„Wilhelm Kraft ist ein ernst zu nehmender, spannender Herr“, sagt die 39-Jährige. Problematisch ist nur, dass Wilhelm Kraft nicht mehr genau sagen kann, wo er gegraben hat. Er meint, es sei direkt an der flachen Küste gewesen. Die hatte vor 70 Jahren aber einen ganz anderen Verlauf – ein etwa 400 Meter breiter Streifen Flachwasser ist inzwischen zu Marschland geworden, eine Bucht wurde ausgebaggert und der Sand in Form einer Landzunge angehäuft, um Platz für Strandhäuschen zu schaffen.

„Ich werde jetzt die Luftbilder der deutschen Luftwaffe von 1944 mit dem heutigen Küstenverlauf vergleichen“, erklärt die Archäologin. Zumindest ein wenig hilft die Aussage von Wilhelm Kraft, dass der Fußmarsch von der Schule bis zum Grabungsort „genau zwei Lieder lang“ gedauert habe. Außerdem beschrieb Kraft den Untergrund als sehr lehmig, was die Nähe des Strandes eher ausschließt.

Bereiteten die Nazis Sabotage-Nester vor?

Doch an einen Schatzfund glaubt Sidsel Wåhlin nicht: „Ich vermute, dass die Löcher für Bunkerbauten im Zusammenhang mit den Kleinst-U-Booten ausgehoben wurden.“ Vor der Küste testeten die Deutschen eine ihrer „Wunderwaffen“: Dutzende von Ein-Mann-Torpedo-Booten kamen per Eisenbahn nach Asaa. Wirklich finden könnte man aber wohl erst etwas, wenn man teure geophysikalische Erkundungsmethoden einsetzen würde. „Dafür hat unser Museum keine Mittel“, sagt Wåhlin. „Wir sind aber bereit, zu helfen und die Suche zu koordinieren, wenn ein Geldgeber für solche Methoden auf uns zukommt.“

Entgegen Wåhlins Vermutung bringt Niels Bo Poulsen, Chef des Militärhistorischen Instituts der dänischen Streitkräfte, gegenüber FOCUS eine andere Theorie auf: „Es könnte sein, dass Wilhelm Kraft dabei half, Depots für spätere Sabotageaktionen anzulegen.“ In solchen unterirdischen Lagern, so der Plan der Deutschen, sollten sich dänische Nazis nach einer befürchteten Landung der Alliierten mit Waffen und Sprengstoff versorgen können, um einen Partisanenkrieg zu führen.

Unwahrscheinlich ist diese Theorie nicht, wenn man weiß, wie braun der Landstrich war. Hobbyhistoriker Martin Skovgaard öffnet im kleinen Hafenmuseum von Asaa ein Fotoalbum. Auf einem Bild sieht man 60 Männer, Frauen und Kinder in Nazi-Uniformen. Über ihnen steht auf einer Tafel auf Dänisch: „Dänemark erwache!“

Dänemarks braune Vergangenheit

Aufgenommen ist das Bild 1941 im Nachbarort Agersted, einem besonders braunen Nest, wo ein beliebter Nazi-Tierarzt praktizierte und zur Wahl 1939 rund 90 Prozent für die DNSAP, das dänische Pendant der NSDAP, gestimmt haben sollen. Aber auch in Asaa hatte die Partei 19 Mitglieder. „Dieses Foto zeigen wir erst seit kurzem öffentlich – wir wollten die Gefühle der betroffenen Familien nicht verletzen“, erklärt der 81-Jährige.

So rührt der Besuch von Wilhelm Kraft auch an große Tabus. Natürlich gab es Liebschaften zwischen deutschen Soldaten und dänischen Frauen, sagt der 83-jährige Arne Hjelm, der sich mit Skovgaard ums Museum kümmert. „Manche hatten Glück, andere nicht.“ Will heißen: Sie wurden schwanger – und nach Kriegsende gedemütigt. „Es ist kein schönes Erlebnis, wie einer Frau der Kopf geschoren wird, wie das lange Haar auf der Straße liegt und die Anwesenden darauf spucken“, sagt Skovgaard.

Kann der Schatz Asaa retten?

Natürlich gebe es „Tyskerbørn“ („Deutschenkinder“) in Asaa. Wie viele? Skovgaard schweigt. Dann sagt er: „Auch meinen Kindern habe ich nicht alles erzählt. Jeder kennt jeden. Warum die Enkel damit belasten?“ Das Thema rührt an tiefe Scham – auch an die derer, die dabei waren, wenn Frauenhaar auf die Straße fiel.

Viel lieber reden die Einheimischen darüber, wie froh sie sind über die Aufmerksamkeit, die ihr Dorf plötzlich bekommt. Im Billardclub, in der Bäckerei, in der Rentner-Kaffeestube am Hafen: Alle Befragten erhoffen sich Chancen für den Tourismus, eine steigende Nachfrage für den Campingplatz und damit die Wiedereröffnung von Ladengeschäften und dem Restaurant. Weniger Einigkeit herrscht dagegen bei der Frage, ob Kraft tatsächlich half, einen Schatz zu vergraben.

„Dann hole ich mir das Bernsteinzimmer!“

„Die Menschen hier sind ein skeptischer Menschenschlag“, sagt Viggo Martinsen, ein alter Fischer, an beiden Handgelenken trägt er Armbänder aus Bernstein, „das hilft gegen Gicht.“ Dann wird seine Stimme raunend: „Ein alter Bauer, der unlängst gestorben sei, hat mir schon lange erzählt, wo die Deutschen etwas vergraben haben.“ Warum er den Schatz dann nicht hebe? „Im Fernsehen haben sie erzählt, dass die Nachfrage nach Metalldetektoren in der Region um 50 Prozent gestiegen ist“, sagt er. „Ich warte, bis sich der Rummel gelegt hat, dann hole ich mir das Bernsteinzimmer.“ Der alte Fischer lacht kehlig.

Geld interessiere ihn nicht. „Ich finde Bernstein einfach schön, als Kind habe ich ihn schon gesammelt. Bei starkem Ostwind werfen ihn die Wellen auf die Küste.“ Es gibt keinen Zweifel: In Asaa gibt es Schätze zu entdecken.

Plakative Markenbildung No.93


Photo des Tages No.141


Photo by Dan Cretu

Nachdenker des Tages No.316


Flachsrakete am Morgen No.299


Rezept des Tages No.273 - MEDITERRANES SCHWEINESTEAK


Zutaten
für 2 Portionen:

2 Schweinenackensteaks, (à 250 g)
4 El Olivenöl
5 Stiele Thymian
2 Knoblauchzehen
Salz
8 Kirschtomaten
Pfeffer
2 Zitronenspalten

Zubereitung:

1. 2 Schweinenackensteaks (à 250 g) mit je 1/2 El Öl beträufeln und rundherum einreiben. Eine Grillpfanne stark erhitzen und die Steaks darin anbraten, salzen. 2 Knoblauchzehen mit den Handballen andrücken und zusammen mit 5 Stielen Thymian zum Fleisch geben. Das Fleisch bei mittlerer Hitze auf jeder Seite 6- 8 Min. braten.

2. Fleisch aus der Pfanne nehmen und 8 Kirschtomaten in den Bratensatz geben. 1 Min. braten, dann mit 2 El Wasser ablöschen. Fleisch pfeffern und mit den Tomaten und Bratensatz anrichten. Mit etwas Olivenöl und Zitronensaft beträufelt servieren.

Frage des Tages am 25. Mai 2013


Wie schlafen Pferde im Stehen?

Die Lösung lautet: Ihre Beine sind wie verriegelt.

Pferde schlafen meist im Stehen, und es ist für sie nichts Ungewöhnliches, einen Monat oder länger stehen zu bleiben. Pferdebeine haben ein einzigartig ineinandergreifendes System von Bändern, Sehnen und Knochen, das mühelos wie eine Schlinge das Körpergewicht auffängt, während die Muskeln vollständig entspannt bleiben. Deshalb brauchen Pferde keine bewusste Anstrengung zu machen, um stehen zu bleiben: Ihre Beine sind während des Schlafens wie verriegelt.
Schlaf im Stehen hatte in Zeiten des Lebens in der Wildnis große Vorteile, weil die Pferde dadurch weniger verwundbar und einem überraschenden Angriff ausgesetzt waren, als wenn sie auf dem Boden gelegen hätten.


Zitat des Tages am 25. Mai 2013


"Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin abzulegen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen!"  (Blaise Pascal)

Der französische Mathematiker, Theologe und Philosoph Blaise Pascal wurde am 19.6.1623 in Clermont in der Auvergne geboren. Er begründete die Wahrscheinlichkeitsrechnung und war an der Logik von Port-Royal (»L'art de penser« 1662) beteiligt. Leidenschaftlich, von großer Frömmigkeit und durch mehrere Schicksalsschläge erschüttert, fasste er in den letzten Jahren sein Nervenleiden als göttliche Bestimmung auf. Ihm ging es um die Grenzen rationaler Erkenntnis, um das Recht intuitiver Gewissheit (»Logik des Herzens«), um Gebrochenheit, Elend und Größe des Menschen und um die Absolutheit des Christentums. Blaise Pascal starb am 19.8.1662 in Paris. Acht Jahre später erschien sein philosophisches Hauptwerk, »Pensées sur la religion«.

Freitag, 24. Mai 2013

Flachsrakete am Abend No.237


Sportliches Supermarktgemüse!

+++RÈTHY VS. REIF, oder das Finale der Wortakrobaten+++


WER ist der bessere, informativere, unterhaltsamere, sprachlich begabtere und schliesslich der beliebtere Moderator?


+++THOMAS MÜLLER persönlich - No.11


Servus zusammen!

Um 11 Uhr heben wir vom Flughafen München ab und fliegen nach London. Wenn wir am Sonntag Nachmittag wieder landen, bringen wir euch hoffentlich ein kleines Präsent mit. 
Alle sind topfit und fokussiert auf das wichtigste Spiel der Saison.
Ich freu mich auf ein schwieriges, packendes Spiel in Wembley.

Noch etwas mehr 33 Stunden bis zum Finale! 

Daumen drücken, euer Thomas

+++NAVI-APP "WAZE", oder das Wettbieten von Google und Facebook um das Start Up+++


Um die Navigations-App "Waze" entbrennt ein Bieterstreit: Nach Angaben des Finanzdienstleisters Bloomberg ist nach Facebook nun auch Google an dem Routenplaner mit eingebauter Stau- und Baustelleninfo interessiert. Der Wert des Start-ups wird auf mehr als eine Milliarde Dollar geschätzt.

Amerikas IT-Riesen steigern sich in einen Shoppingrausch: Nach der Foto-App "Instagram" und der Blog-Plattform Tumblr wird nun die Navigations-App "Waze" als nächster heißer Kandidat für eine milliardenschwere Übernahme gehandelt.

Nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ist nach Facebook   nun auch Google   an dem in Israel gegründeten Start-up interessiert. "Waze" habe Angebote von mehreren Seiten eingeholt und fordere mehr als eine Milliarde Dollar im Fall eines Verkaufs, heißt es in dem Bericht.
"Waze" gibt Routenanweisungen auf Basis von Nutzerinformationen und funktioniert zugleich wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer. Sie informieren sich untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Das Start-up hat nach eigenen Angaben 40 bis 50 Millionen Nutzer. In der Bundesrepublik sind es bislang noch zu wenige, um brauchbare Ergebnisse anzuzeigen.

Mit "Waze" könnte Facebook seine Mitglieder auch im Auto erreichen und die Nutzerbasis erweitern. Google könnte seinen Kartendienst Maps mit Social-Media-Funktionen aufmotzen. Für beide Konzerne könnte "Waze" zudem ein Kanal für ortsbezogene Werbung sein. Sowohl Google als auch Facebook sind im stationären Internet groß geworden, inzwischen nutzen ihre Kunden aber immer öfter mobile Endgeräte, um ins Netz zu gehen. Die IT-Riesen haben erhebliche Probleme, sich strategisch auf diesen raschen Wandel einzustellen.

Profiteure sind die Programmierer gefragter Apps wie "Waze". Das Start-up dürfte durch die Berichte über den Bieterstreit viele neue Nutzer gewinnen. Und ihm stehen durch den Medienhype alle Optionen offen. Laut Bloomberg ist noch nicht gesagt, dass sich die Firma am Ende kaufen lässt. Sie könnte sich stattdessen auch neues Geld bei Investoren besorgen und unabhängig bleiben, hieß es unter Berufung auf Insider.

Plakative Markenbildung No.92


Britischer Stil No.95


Nachdenker des Tages No.315


Flachsrakete am Morgen No.298